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23.06.2018

Neue Halle wird geplant

Konzept zur Weiterentwicklung des Stadtkerns – Ideen für Richterplatz

Neue Ideen für den Richterplatz
Neue Ideen für den Richterplatz

Nieheim(WB). Nach dem IKEK folgt jetzt das ISEK – das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept für die Stadt Nieheim. Nach Beginn des kommunalen Entwicklungskonzeptes haben Politiker der CDU, SPD, UWG und FDP sowie Bürgermeister Rainer Vidal jetzt gemeinsam die neuen Aufgaben vorgestellt, durch die auch der Stadtkern noch attraktiver gestaltet werden soll.

Durch einen Fünfjahresplan soll der Stadtkern in Nieheim aufgewertet werden und im neuen Glanz erstrahlen. Nach der erfolgreichen Umsetzung des IHK (Integriertes Handlungskonzept), durch das Wasser- und Schäferstraße sowie die Hauptschule der Stadt saniert wurden, setzen Nieheimer Politiker auf neue Ideen. »Dreizehn Maßnahmen sind im Konzept enthalten. Einige Aufgaben wie der Erhalt und die Instandsetzung von Natursteinwänden sind zwar klein, aber trotzdem wichtig«, erklärte Bürgermeister Rainer Vidal. Das ist durch finanzielle Unterstützung gut umsetzbar. Das ISEK enthält aber auch zwei Großinvestitionen: Als Ersatzbau für die Stadthalle soll ein Multifunktionsbau entstehen und der Richterplatz inklusive ehemaliger Bushaltestelle, Parkplatz, das Grundstück des westfälischen Hofes und Richterhaus sollen neugestaltet werden.

»Der Bau der Multifunktionshalle oder die – eher unwahrscheinliche – Sanierung der momentanen Stadthalle wird erst gegen 2022 möglich sein. Bis dahin laufen auch voraussichtlich noch die Arbeiten an der Realschule. Daher ist als erstes großes Projekt die Neugestaltung am Richterplatz angedacht. Die Stadt Nieheim wird Eigentümer des Richterhauses – das ist bereits gesichert. Dadurch obliegt der Stadt dort die gesamte Gestaltungsfreiheit. Über das Förderprogramm »Soziale Integration im Quartier« soll eine Nutzung für junge und alte Menschen gleichermaßen möglich werden: Ein Quartier zur sozialen Integration. »Ich war bei der Neugestaltung des Richterhauses erst sehr skeptisch. Da das Ganze aber zu 90 Prozent gefördert wird, denke ich, ist die Umsetzung eine richtige und wichtige Idee«, sagte Gerda Scheips von der FDP. Sobald die Brandruine des Hotels »Westfälischer Hof« abgerissen ist, will die Stadt auch dessen Grundstück erwerben. Momentan warte man darauf, dass mit den Arbeiten, die durch den Eigentümer veranlasst wurden, begonnen wird. »Der Bereich ist stadtbildprägend. Eine Neugestaltung belebt Nieheim«, meinte Wolfgang Kuckuk, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. Die Kosten für Vorbereitung und Umgestaltung sind mit fast 600.000 Euro geplant.

Die neue Multifunktionshalle soll einen neuen Fokus im Leben der Nieheimer setzen, der zur Zeit noch wenig Beachtung findet: Breitbandsport. »Wir wollen dort große Turniere möglich machen und die überbelegten anderen Sporthallen entlasten«, betonte Vidal. Der aktuelle Bau sei weder vorzeigbar noch zeitgemäß. »Der Bau soll natürlich auch für Karnevalsveranstaltungen zur Verfügung stehen. »Die Halle soll größer werden als die Grundschulaula und wäre auch für große Kulturveranstaltungen geeignet«, so Vidal weiter. Ein Betreibermodell werde es in Zukunft nicht mehr geben. Für den Abriss und Neubau wird mit etwa 3,2 Millionen Euro gerechnet. Der Eigenanteil, den die Stadt für diese Vorhaben aufbringen muss, kann teilweise über die Investitionspauschale des Landes abgedeckt werden. Die steige bisher jährlich und müsse investiv genutzt werden. Man sei sich einig, dass es in diesem Vorhaben gut angelegt sei. Das IKEK stehe dabei nicht hinten an.

Die Entscheidung über das Konzept fällt im Rat der Stadt Nieheim öffentlich am 5. Juli um 18.30 Uhr in der Aula der Grundschule.

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