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12.03.2018

Von der Lesung bis zur Massage

Nieheim(WB). Frauen sind heute selbstbewusst, neugierig und kreativ, modern und innovativ. Alle diese Attribute verbinden sich auch mit dem Internationalen Frauentag, der zum sechsten Mal viele Frauen in die Culinarische Erlebnismeile in Nieheim lockte. VON HEINZ WILFERT / WESTFALEN BLATT

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Hier warteten auf sie 30 Ausstellerinnen, die einen gelungenen Mix aus Mode und Gesundheit, Kochen, Lifestyle und Kunst zu bieten hatten. Der Erlös der Veranstaltung wird dem Frauen- und Kinderschutzhaus Höxter-Warburg gespendet. Bereits am frühen Samstagnachmittag zog Nieheims Touristikchefin Nina Nolte bereits ein positives Fazit. »Der Zuspruch zum Frauentag ist ausgesprochen gut. Viele Besucherinnen sind bereits Stammgäste, die es lieben, sich in der entspannten Atmosphäre des Westfalen Culinariums zu informieren und die vielen Angebote nutzen. Auch finden viele gute Gespräche an den Ständen statt.«

Wie in den Jahren zuvor hatten es die Ausstellerinnen nicht nur bei Informationen belassen. Die Besucherinnen durften erleben, genießen und mitmachen – weil die vielen Aktionen vor allem im Bereich Lifestyle, Kosmetik und Gesundheit mit zahlreichen Mitmachmöglichkeiten verbunden waren. Auch für das Culinarium hat der Frauentag einen hohen Stellenwert, weil er sein Image ankurbelt. »Für viele Besucher ist unsere Meile Neuland, sie wollen aber gerne wiederkommen«, hörte Nolte am Wochenende immer wieder. Positiv war auch, dass sich die gesamte Frauenmesse in diesem Jahr auf das Käsemuseum konzentrierte, weil auf das Biermuseum wegen eines Wasserschaden nicht zurückgegriffen werden konnte.

Nolte zeigte sich hoch erfreut, dass unter den Ausstellern elf waren, die erstmals beim Frauentag mitgemacht haben. Dazu gehörte Claudia »Mim« Kleine aus Schieder, die von Portraits oder Tierbildern mit Blei- oder Buntstiften realistische Zeichnungen entstehen ließ. Die ausgebildete Yoga- Lehrerin und Masseurin für Ayurveda Andrea Müller ist schon Dauergast beim Frauentag. Sie erklärte beispielsweise, wie mit der Akupressurmatte die Durchblutung der Haut angeregt werden kann, aber auch wie mit einer Magnetrolle und mit Hilfe einer Magnetmatte das Gewebe gelockert und entspannt werden kann.

Cornelia Ibers aus Bad Driburg fand diese Behandlung nicht nur ausgesprochen angenehm. Sie schätzte die Atmosphäre als wohltuend ein. »Frauen können an einem solchen Tag viele Dinge auf sich einwirken und sich gleichzeitig inspirieren lassen.« Dabei waren beim Frauentag Kunsthandwerker von »einzigArtich« und das Kosmetikinstitut St. Nikolaus, das »Sugaring« vorstellte – eine sanfte Methode zur Haarentfernung. Zu erleben war auch, dass das Stricken zum neuen Yoga werden kann. Interessante Vorträge fanden im Westfälischen Schinkenmuseum auf der dem Käsemuseum gegenüberliegenden Straßenseite statt, so dass kurze Wege garantiert waren.

Mit seinem Vortrag und der Signierung seiner Bücher stieß der Buchautor Christian Nürnberger auf besonderes Interesse und löste mit seinem Thema »Das Jahrhundert der Frauen. Warum mit Me Too eine neue Etappe der Entwicklung der Geschlechtsverhältnisse beginnt« eine intensive Diskussion aus. Der Ehemann der ZDF-Moderatorin Petra Gerster beschäftigt sich seit langem mit den Themen Emanzipation und Gleichstellung. »Während Frauen den Computer eroberten, habe ich mir den Thermomix beigebracht«, interpretierte er das neue Rollenverständnis.

Weitere Vorträge hielten Barbara Helms zum Thema Hautverjüngung durch Hyaluronsäure und PDO-Fasten; der Weiße Ring stellte sich und seine Aufgaben vor; Michaela Pöhner rief dazu auf »Trinken Sie sich fit!«, während Andrea Müller das Thema »Überlebe die Veränderung« aufgriff. Interessantes hatte der Landfrauenverband vorbereitet – betörend riechende Badekugeln und delikate Liköre aus heimischen Himbeeren, Johannisbeeren, Weintrauben und Rhabarber. »Alles selbst geerntet und hergestellt«, so Gabriele Beckmann und Adelheid Fromme, die vom Erlös und zum 70-jährigen Bestehen des Landfrauenverbands die Familienberatung in Hardehausen, das Kinder- und Frauenhaus sowie Donum Vitae mit Spenden unterstützen wollen.

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