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Nieheim und seine Ortschaften

Die Stadt Nieheim besteht aus 10 Ortsteilen, die sich hier im einzelnen vorstellen:

Nieheim - die Käsestadt

Die Stadt Nieheim liegt im Naturpark Eggegebirge und südlicher Teutoburger Wald. Sie ist eine von zehn Städten im Kreis Höxter und ist eingebettet in eine sanft hügelige Feld- und Heckenlandschaft. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Holsterturm. Der kreisförmig angelegte historische Stadtkern, in dem sich die Häuser um den mächtigen Turm der St. Nikolaus-Kirche reihen, wird geprägt durch die öffentlichen Bauten wie das Rathaus im Stile der Weserrenaissance (1610), die katholische Pfarrkirche (13. Jh.), die evangelische Pfarrkirche (19. Jh.) und den "Kümpen" - den mächtigen runden Stadtbrunnen.

Nieheim strahlt Faszination und Lebensqualität aus und ist wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt für seine Einwohner. Die Stadt verfügt über ein reges Vereinsleben und die Bürger zeichnet ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement aus. Hochklassige Veranstaltungen wie der Deutsche Käsemarkt und die Nieheimer Holztage sind weit über die Grenzen der Region bekannt. Zahlreiche Geschäfte bieten ein vielfältiges Angebot. Die ländliche Lage des Heilklimatischen Kurortes bietet optimale Voraussetzungen für Urlaub und Kuren, bei denen Ruhe und Entspannung oder naturnahe Aktivitäten in faszinierender Landschaft im Mittelpunkt stehen. Die Heimatdichter Peter Hille, Fritz Kukuk und Friedrich-Wilhelm Weber waren in Nieheim und den angrenzenden Ortschaften zu Hause. 

Wappen
Wappen

Der Stadt Nieheim ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten Detmold vom 8. Februar 1974 das Recht zur Führung eines Wappens und einer Flagge verliehen worden. Wappenbeschreibung: In Rot ein goldenes (gelbes) freischwebendes Kreuz mit nach unten verlängertem Balken, bewinkelt von vier goldenen (gelben) Kugeln. Bedeutung und Geschichte des Wappens: Das Kreuz und die Farben Rot und Gold entstammen dem Wappen des Hochstifts Paderborn, dessen Gebiet die Stadt über Jahrhunderte zugehörte. Die Kugeln symbolisieren den heiligen Nikolaus, dem Schutzheiligen der Stadt und ihrer Pfarrkirche. Das erste bekannte Stadtwappen stammt aus dem Jahre 1591. Es hat eine leicht andere Form mit einem durchgehenden statt freischwebenden Kreuz. In dieser Form wird es am 18. Juli 1908 vom preußischen König bestätigt. Beschreibung der Flagge: Von Gelb und Rot längsgestreift, abgeteilt jedoch in jedem Streifen vorn ein Quadrat in verwechselten Farben. Im oberen roten Quadrat die heraldische Figur des Stadtwappens.

Die Stadt Nieheim feiert im Jahre 2018 ihr 775-jähriges Bestehen!

 

Entrup - Das Dorf unter ´m Turm

Zwischen Nieheim und Sommersell am Hang des 231 Meter hohen Lattbergs gelegen, führen ausgebaute Wanderwege in das nördliche Stadtgebiet von Nieheim oder auf den Radweg R1. Unterhalb des Dorfes liegen große Grünflächen, die dem Natur- und Artenschutz überlassen sind. Auf Streuobstwiesen, Kalkmagerrasen und an den vor einigen Jahren angelegten Bänken entwickelt sich eine vielfältige Flora und Fauna mit zum Teil bedrohten Tierarten.
Naturfreunde beobachten den Gleitflug des Rotmilans und erleben Neuntöter, Nachtigall und Lerche.
Auf dem Gipfel des Lattbergs wurde 2012 ein Aussichts- und Telegrafenturm mit einer Gesamthöhe von 24 Meteren, errichtet.  Auf seiner Aussichtsplattform genießt der Wanderer einen einzigartigen Rundblick. Im Umkreis von etwa 20 km erstrecken sich die dunklen Hänge von Egge und Teutoburger Wald. Bei guter Sicht ist das Hermannsdenkmal bei Detmold zu erkennen, ebenso der Eggeturm auf dem Velmerstot. Im Nordosten geht der Blick auf die Schwalenburg, weiter im Uhrzeigersinn auf den 495 Meter hohen Köterberg, die Oldenburg sowie die Abtei Marienmünster.
Vom Aussichtsturm des Lattbergs streift das Auge den Windpark am Schierenberg. Etwas weiter erkennt man sehr gut den historischen runden Ortskern von Nieheim. Dahinter zeigen sich das Bergdorf Pömbsen, die Autoteststrecke Bilster Berg sowie der Telegraf von Oeynhausen. Der Rundblick endet im Westen in der Steinheimer Börde mit ihren vielfältig genutzten Flächen.
Im Lattbergturm befindet sich eine erdgeschichtliche Dauerausstellung. Einzigartig ist die Replik einer 185 Mio. Jahre alten, ca. 4,5 Meter langen Paddelechse, die 2007 in der Nähe entdeckt wurde. Da die Gattung bisher unbekannt war, bekam sie den wissenschaftlichen Namen "Westfaliasaurus simonsensii". Am Abend erstrahlt am Turm eine künstlerische Illumination. Entrup errang in den Jahren 2001 und 2011 auf Kreisebene jeweils eine Goldmedaille im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft". 2012 kam auf Landesebene eine Silbermedaille hinzu. Sehenswertes gibt es in der Sankt Johannes-Kirche, die sich direkt im Ortskern befindet: der „bauernbarocke" Altar sowie die Figuren von Sankt Petrus und Sankt Martin (15. Jh.), welche neben dem Altar angebracht sind. Zu empfehlen ist auch ein Blick in das nahgelegene oktogonale Gefallenenehrenmal. Das Gemälde darin stammt von dem bekannten Kirchenmaler Heinrich Repke.

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Erwitzen - das Hille-Dorf

Von drei Seiten mit ausgedehnten Wäldern umrahmt und in einem Talkessel, liegt das kleine Dorf Erwitzen. Felder und Wiesen der dorfnahen Umgebung weisen auf die vielfältige landwirtschaftliche Bodennutzung hin. Von Norden kommend führt der Weg vom Mühlenberg hinab ins Tal. Der 1901 aus roten Ziegeln erbaute Glockenturm der Kirche, ragt über den Dächern der Häuser heraus. Neben der Kirche lädt ein Landgasthaus die Wanderer zur Einkehr oder auch zum Übernachten ein. Ein paar Schritte weiter, neben dem ehemaligen Schulgebäude aus roten Ziegeln, befindet sich das in schwarz-weißem Fachwerkbaustil errichtete Geburtshaus des Dichters Peter Hille (1854-1904). Dieses beheimatet heute ein Museum, das sich mit dem Leben und Wirken des Lyrikers beschäftigt. Am Ortsrand liegt die Gedenkstätte des Dichters. Neben dem liebevoll gepflegten Dorffriedhof führt der Weg vorbei zurück in die nahen Wälder. Verlässt der Wanderer das Dorf in südlicher Richtung, wandert er auf ausgewiesenen Wegen im Emder Bachtal.

Eversen - Antoniusdorf

Auf einer Anhöhe zwischen Lattberg und Wölberg liegt Eversen. Erstmalig wurde die Ortschaft um 900 n. Chr. als "Efereshusen" erwähnt. Damals erwarb Kloster Corvey hier seine Güter. Das Kloster Marienmünster, die Ritter von Oeynhausen und ab 1467 Gottschalk von Haxthausen waren Besitzer von Gütern in Eversen. Ortsfeierlichkeiten bedeuten Pflege von Brauchtum und Tradition. Alljährlich findet in der 1. Junihälfte eine Lichterprozession zu Ehren des hl. Antonius, Schutzpatron der katholischen Kirchengemeinde, statt. Eine umfangreiche Dorferneuerung wurde vor Jahren in Angriff genommen und erfolgreich abgeschlossen.

Zur Homepage der Gemeinde Eversen

Himmighausen - das Viaduktdorf

Sein Wahrzeichen ist der Viadukt, der Ober- und Unterdorf verbindet. Mittelpunkt des Ortes ist die Pfarrkirche St. Antonius von Padua, als Kapelle 1576 erbaut, zur Kirche 1660 umgebaut und erst 1969 bis auf den Turm, der 1948 angebaut worden war, komplett erneuert. Jedes Jahr am 13. Juni ist sie Ausgangspunkt und Ziel der Antoni-Prozession. Himmighausen-Bahnhof beherbergt die 1933 erbaute evangelische Kapelle, die erst vor einigen Jahren renoviert wurde.

Hier lebte und wirkte bis 1987 der bekannte Lyriker und Heimatdichter Fritz Kukuk, dessen Werke auch heute noch in seinem Geburtshaus, der Gaststätte „Zum Kukuk“, ausliegen und in Form von Büchern und Postkarten erhältlich sind.

Das alte Schulgebäude wurde in ein Dorfgemeinschaftshaus umfunktioniert und wird vom Förderverein "Alte Dorfschule e.V." unterhalten. Der sich hauptsächlich aus den Vorständen der örtlichen Vereine zusammensetzt. Das Dorfgemeinschaftsleben wird maßgeblich von den Vereinen geprägt. Im Dorf gibt es Handwerks-, Gewerbe- und landwirtschaftliche Betriebe sowie einige Dienstleistungsbetriebe.

Im Jahr 2015 feierte Himmighausen sein 1000-jähriges Jubiläum.

Willkommen auf “Unser Himmighausen“

Holzhausen - das Kulturdorf

Am Holsterberg entlang bietet eine Wanderung von Nieheim nach Holzhausen die herrliche Aussicht auf die Ausläufer des Weserberglandes bis hin zum Köterberg. Schließlich führt sie über eine prächtige Eichenallee direkt auf das Schloss zu. Der Adelssitz ist mit einem großen landwirtschaftlichen Betrieb verbunden. Der Gutshof ist heute eine der wenigen, noch erhaltenen Gutsanlagen aus dem 16. Jahrhundert und darum eine Rarität.

Holzhausen wurde urkundlich im Jahr 872 erstmalig unter der Bezeichnung "Keltes Holthusen" erwähnt, als Pfarrort im Jahr 1231. Die im Renaissancestil erbaute einschiffige Pfarrkirche stammt aus dem 17. Jh. Das kunsthistorisch interessante Taufbecken in Pokalform mit einem griechischen Säulenfuß wird der romanischen Zeit zugeordnet.

Oeynhausen - die Emmerperle

Der Ort liegt am südlichen Rand des Steinheimer Beckens. Von Nieheim aus nordwestlich führen Wirtschaftswege durch eine ebene Weide- und Ackerlandschaft zur Gemeinde an der Emmer. Oeynhausen verfügt über die kleinteilige Struktur des westfälischen Haufendorfes, in der vor allem viele Nebenwege und fußläufige Verbindungen auffallen. Sehenswert sind die katholische Kirche in Renaissancestil, zahlreiche Bildstöcke in der Umgebung sowie ein alter wiedererrichteter Backofen im Ortszentrum. Die unter Denkmalschutz stehende und 1983 restaurierte Vierfeldbogenbrücke über den Fluss bietet einen idyllischen Anblick.

In unmittelbarer Umgebung findet man vielfältige Kulturlandschaftselemente wie Flechthecken, Köhlerplätze im Wald, Steinbruch, Mühlbach und Emmerpark. Das eingegrünte Dorf passt sich mit seinen ortsbildprägenden Hofbäumen und Kirchlinden gut dem Landschaftsbild an. Einen besonderen Stellenwert haben die Flechthecken und Streuobstwiesen, auf denen u. a. regionale Apfelsorten wie der Brakeler Apfel erhalten und vermehrt werden.

Die grüne Emmerperle mit der silbernen Leiter im blauen Wappen setzt Zeichen - und das in gleich vielfacher Hinsicht: Oeynhausen ist Landesgold- und Bundessilberdorf. Zu diesem Erfolg tragen Vereine mit ihrer Jugendarbeit sowie der ehrenamtliche Einsatz vieler Senioren bei.

Merlsheim – das Amseldorf

Ein schönes Fleckchen Erde haben sich die Bewohner zu ihrer Heimat erkoren. Der Ort liegt umgeben von kleinen Bergen im idyllischen Tal der Emmer. Beim Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" wurde 2010 ein dritter und in den Jahren 1983,1986, 1989 und 2013 einen zweiten Platz, danach wurden mehrfach vordere Plätze belegt. Das Wappen des Ortes ziert eine Amsel (Merle: Amsel/Drossel). Daher wird Merlsheim auch "Amseldorf" genannt. Ausgangspunkt vieler Wanderungen ist der Wanderparkplatz Richtung Bad Driburg. Die ausgeschilderten Wanderwege A1, A2, A3 und A5 führen den Wanderer in die nähere Umgebung des Dorfes. Hier ist der Startpunkt zur Vital-Wanderstrecke "Schwung nehmen - Wanderweg Merlsheim" aus dem Projekt "VitalWanderWelt Nieheim". Im Dorf laden das aus dem 15. Jh. stammende Wasserschloss und die 1868 erbaute Kirche zum Verweilen ein. Der erhaltene Ostgiebel des Schlosses ist einer der letzten Schaugiebel der Weserrenaissance.

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Schönenberg - das Mühlenbachdorf

Schönenberg ist der kleinste Ortsteil der Stadt Nieheim, urkundlich erstmalig 1299 erwähnt. Der Überlieferung nach ist der Ortsname auf den Eindruck beim Blick von der nahen Anhöhe, vom Meehberg oder von der Finnstätte, auf die idyllisch gelegene Ortschaft hinab zurückzuführen. Schönenberg liegt 225 m über dem Meeresspiegel am alten Handels- und Hauptverkehrsweg, der von Paderborn über die Egge nach Schönenberg, Nieheim und Marienmünster zum Kloster Corvey in Höxter führte. Schönenberg liegt am Mühlenbach, umgeben von bewaldeten Berghängen in einer reizvollen Landschaft aus Wiesen und Feldern.

Sommersell - der Sonne zugewandt

Sommersell kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Als Sumerseli (der Sonne zugewandt) wurde es im Jahr 1059 erstmals urkundlich erwähnt. Die alte Dorfkirche St. Peter und Paul, ein romanisches Bauwerk aus dem 12. Jh., ist noch heute ein sichtbares Zeugnis aus dieser langen Vergangenheit und eines der ältesten Kirchengebäude im Kreis Höxter. Der Renaissance-Taufstein aus dem 16. Jh. zählt zu den kunsthistorisch Kostbarkeiten des alten Gotteshauses. Der Nachbarort  Kariensiek bildet eine Einheit mit Sommersell. Etwa 1 km nordöstlich von Sommersell errichtete im Jahre 1536 Arndt von Oeynhausen ein Vorwerk, das 30 Jahre später zu der heutigen Anlage der Grevenburg erweitert wurde. Das Schloss, das seinen Namen nach dem Bach „Greve" erhielt, ist im Renaissancestil erbaut. Eindrucksvoll sind der Innenhof und das stattliche Torhaus mit einem 5-geschossigen Turm an der Hofseite. Im Innenhof erinnert eine Inschrift an 1566 - das Pestjahr.

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